Rechtsanwaltsfachangestellte/r

Die Ausbildung zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten ist eine anerkannte Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz. Sie erfolgt im dualen System, also in einer Rechtsanwaltskanzlei und in der Berufsschule.

Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Im Einzelfall bestehen Verkürzungsmöglichkeiten.

Einen guten Überblick zu dem spannenden und vielseitigen Ausbildungsberuf Rechtsanwaltsfachangestellte/r gibt’s hier:  www.rechtsanwaltsfachangestellte.org

Weitere Informationen zum Beruf Rechtsanwaltsfachangestellte/r einschließlich nützlicher Downloads (u. a. Ausbildungsvertrag und Ausbildungsrahmenplan) finden Sie unter: www.recht-clever.info.

 

Traumberuf Rechtsanwaltsfachangestellte/r - Nordkurier-Artikel vom 14.07.2017

Wie zufrieden Frau Hildebrand, Rechtsanwaltsfachangestellte aus Neubrandenburg, mit ihrer Berufswahl ist, ergibt sich aus nachfolgendem Artikel.

 

Die ReNoPat-Ausbildungsverordnung nebst Ausbildungsrahmenplan (hier) informiert Sie über die Inhalte der 3-jährigen Ausbildung. Im Vergleich zu vorherigen Ausbildungsverordnung wird im Rahmen der betrieblichen Ausbildung mehr Wert auf die Mandanten- oder Beteiligtenbetreuung gelegt. Den zukünftigen Rechtsanwaltsfachangestellten werden die Entwicklung im elektronischen Rechtsverkehr sowie Grundzüge des Wirtschaftsrechts vermittelt. Auch dem zunehmenden grenzüberschreitenden Rechtsverkehr wird Rechnung getragen, indem die Auszubildenden Grundzüge des Europarechts sowie der englischen Sprache erlernen.

Die Zwischenprüfung findet am Anfang des zweiten Ausbildungsjahres in den Bereichen Kommunikation und Büroorganisation sowie Rechtsanwendung statt.

Die Abschlussprüfung erfolgt in den Prüfungsbereichen Geschäfts- und Leistungsprozesse, Mandantenbetreuung, Rechtsanwendung, Vergütung und Kosten sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

 

An der Ausbildung interessierte Personen sollten regelmäßig unseren "Ausbildungsmarkt" besuchen. Dort sind Ausbildungs- und Praktikumsplatzangebote eingestellt.  

 

Ausbildungsrelevante Unterlagen:

Bitte achten Sie beim Ausdrucken des Vertrages darauf, im Druckmenü (Eingabefeld „Kommentare und Formulare“) oben rechts die Eingabe „Dokument“ einzustellen. So vermeiden Sie, alle Kommentare bzw. Fragezeichen mit auszudrucken. Sollte das Dokument nicht ausfüllbar sein, speichern Sie es zuerst ab.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Regelung einer Mindestausbildungsvergütung durch zum 01.01.2020 geändertes Berufsbildungsgesetz

Durch das Gesetz zur Modernisierung und Stärkung der beruflichen Bildung (BBiMoG) vom 12.12.2019 wurde das Berufsbildungsgesetz maßgeblich novelliert.

Die

Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

inklusive des aktuellen Gesetzestextes informiert anschaulich über alle Änderungen.

§ 17 BBiG n. F. bestimmt für ab dem 01.01.2020 beginnende Ausbildungsverhältnisse folgende Mindestausbildungsver-gütungen:

 

  • 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

im ersten Lehrjahr 515,00 €,

im zweiten Lehrjahr 607,70 €,

im dritten Lehrjahr 695,25 €.

 

  • 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

im ersten Lehrjahr 550,00 €,

im zweiten Lehrjahr 649,00 €,

im dritten Lehrjahr 742,50 €.

 

  • 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

im ersten Lehrjahr 585,00 €,

im zweiten Lehrjahr 690,30 €,

im dritten Lehrjahr 789,75 €.

 

  • 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

im ersten Lehrjahr 620,00 €,

im zweiten Lehrjahr 731,60 €,

im dritten Lehrjahr 837,00 €.

 

Für alle Fragen zur Fachangestelltenausbildung steht Ihnen Frau Lehnert zur Verfügung.

 

Informationen zu Prüfungen
    •  

Prüfungsordnung für Ausbildungsverhältnisse, welche vor dem 03.08.2018 begonnen haben

Prüfungsordnung für Ausbildungsverhältnisse, welche ab dem 03.08.2018 begonnen haben

Gebührenordnung für das Berufsaus- und Fortbildungswesen sowie die Gleichwertigkeitsfesstellung ausländischer Berufsqualifikationen nach dem BQFG
der Rechtsanwaltskammer Mecklenburg-Vorpommern
 
 

Fragen, die sich stellen (könnten)

Ist nach der Berufsschule der Nachmittag frei?
 
Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen jugendlichen und volljährigen Auszubildenden:
Jugendliche Azubis werden an einem Tag in der Woche zu einem Berufsschulunterricht von mehr als fünf Unterrichtsstunden von je 45 Minuten Dauer von der betrieblichen Ausbildung freigestellt. In diesem Fall wird der Berufsschultag mit einer Arbeitszeit von acht Stunden verrechnet. Im Falle eines Blockunterrichts von mehr als 25 Unterrichtsstunden an fünf Tagen in der Woche werden 40 Stunden angerechnet. Nach der Berufsschule sind die Nachmittage in diesen Fällen also frei.
Volljährige Azubis dagegen haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung von der betrieblichen Ausbildung nach der Berufsschule. Sie müssen also grundsätzlich nach dem Berufsschulunterricht wieder im Betrieb erscheinen.
 
 
Wer entscheidet über Zeitpunkt und Länge des Urlaubs?
 
Der Ausbildungsbetrieb/ die Rechtsanwaltskanzlei legt fest, wann und in welchen Zeitabschnitten Urlaub genommen werden kann. Allerdings muss sich der Ausbilder nach den Urlaubswünschen der Auszubildenden richten und darf nur dann davon abweichen, wenn dringende betriebliche Gründe oder Urlaubswünsche anderer Auszubildender unter sozialen Gesichtspunkten vorrangig zu berücksichtigen sind.
 
 
Wann ist eine Abmahnung gerechtfertigt?
 
Eine Abmahnung ist dann gerechtfertigt, wenn der Azubi die vertraglichen Verpflichtungen schuldhaft verletzt hat. Die Abmahnung hat eine Warnfunktion und enthält neben der Rüge eines konkreten Fehlverhaltens den Hinweis, dass im Wiederholungsfalle eine Kündigung erfolgt.
Ist der Azubi minderjährig, muss die Abmahnung zu ihrer Wirksamkeit auch dem gesetzlichen Vertreter - in der Regel den Eltern - zugehen.
 
 
Als Azubi Urlaub in die Berufsschulferien legen
 
Auszubildende sollten darauf achten, dass sie sich dann freinehmen, wenn in der Berufsschule Ferien sind. Machen sie das nicht, müssen sie ihre Ferien unterbrechen. Trotz freier Tage haben sie in der Berufsschule Anwesenheitspflicht. Müssen Azubis in ihrem Urlaub zur Berufsschule, etwa weil sie im Betrieb nicht anders freinehmen konnten, werden die Schultage nicht auf den Urlaub angerechnet.